Konstruktions Zeichnungen (kontrollieren und kontrollieren lassen)

  • Danke Goga!
    Super Tips!


    Ich hab grad bei der WS2009/10 überlegt welche Dichtung man hier nehmen soll.
    Wie lässt sich denn eine Dichtung bei einer Axialen Hub-Bewegung ohne Rotation gestalten?
    Normalerweise würde ich bei Gleitlagern einen Dichtring verwenden, aber der wird hier glaub ich kaputt.

  • rich


    Zitat

    Ich hab grad bei der WS2009/10 überlegt welche Dichtung man hier nehmen soll.
    Wie lässt sich denn eine Dichtung bei einer Axialen Hub-Bewegung ohne Rotation gestalten?
    Normalerweise würde ich bei Gleitlagern einen Dichtring verwenden, aber der wird hier glaub ich kaputt.


    Habe mir aus dem Hoischen für diesen Fall mal diese Dichtung rausgesucht: bild1
    Hab aber den Hoischen grad ned ausgeliehen und auch sonst ned soviel Plan von ME also vorsicht ^^


    @ga95sub


    Zitat

    als Gewinde einfach so ne Zickzacklinie oder was ist da genau gefordert?


    ich habe da ein Trapezgewinde (siehe Berechnungsformelsammlung) verwendet...
    Zickzack geht sicher auch


    Zitat

    Die Ölbohrung muss auf die Höhe des halben Zahns oder?


    Über die Jahre hab ich sehr viele Varianten gehört aber jetzt steht es im Konstruktionkatalog:
    AB Zahnkopf 3-5 mal Modul (der Zahn selbst ist 2,25 mal Modul groß)
    - bei Keilwellen, Keilrädern oder Schneckenrädern ganzer Zahn
    In meinem letzten Post

    Zitat

    Ölstandsborung tieferlegen

    habe ich mich wohl sehr schlecht ausgedrückt. ich meinte die Öldurchlassbohrung... *schnell edit*


    Zitat

    Wie kann ich hier denn die Keilwelle axial festlegen? Du meinst die linke oder?


    ups- äh Kegelritzel... *schnell nochn edit*


    zur WS09/10:
    ich hab dir mal eingezeichnet was ich mit "bearbeitung der Flächen wo die Zentrierbünde dranzentrieren" meine
    Ölstand 3-5 mal modul
    Kegelritzel und Kegelrad sind axial einstellbar top! - aber die rechte Passscheibe brauchst du nicht
    alle deine Kegelrollenlager brauchen bei der unteren Kante Luft
    der Schmiernippel muss von außen zugänglich sein
    Die Gleitlager muss man nicht nachschmieren also is der Schmiernippel hier unnötig, aber wahrscheinlich soll man hier eine Art Wanne für das Fett vorsehen kP
    auch irgendeine Wanne bei den Lagern
    Schmutzeintritt von außen durch umgedrehten Dichtring verhindern! oder dünnen Lufschlitz oder so...
    wenn sich deine Exzenter-Welle einmal dreht kracht sie unten voll gegen die Keilverzahnung
    (die 7mm gehen nach oben - da sind sie grad - und nach unten - macht 14mm Gesamthub bei der Keilwelle sind nur 9mm Hub drin)
    Sicherungsringe nicht zerschneiden - da sind die empfindlich... mach sie einfach komplett schwarz...
    Die Nut für dein Sicherungsblech ist eigentlich sehr tief - d.h. 3mm vom Gewinde aus tiefer müssen mindestens drin sein
    beim NU-NUP Lager hast du ja ein Festlager (NUP) dabei - also auch ne Passscheibe vor den Sicherungsring (und den Sicherungsring auffüllen, dann ist er nicht zerschnitten)
    Den Flansch hätte ich jetzt einfach als Teil der Welle gezeichnet
    ach ja un die Ölrücklaufnut ist einfacher zu fertigen wenn du sie ganz bis zum Ende ziehst - stören tut sie da ja eh nicht...


    Also drei Dinge:
    - Füll die Sicherungsringe aus
    - mach nen größeren Absatz vor dem Gewinde für die Nut
    - und bearbeite die Zentrierflächen

  • Hallo,


    dankeschön - verbaut man diese Dichtung wie den Lamellendichtring? Also mit Aufzugsschräge etc.
    Hab im Niemann-Winter-Höhn was gelesen von einem X-Ring - den hätte ich jetzt mal für meine Konstruktion gewählt und eingesetzt wie einen O-Ring mit Fase am Gleitlager.


    Hier wäre noch eine Zeichnung vom SS 2012 die ich grad fertig bekommen hab.
    Im Text steht, das Gerät soll in beide Richtungen verfahren werden können. Ausserdem soll in der Abtriebgswelle auf geringe Verlagerung und Verkippung geachtet werden.


    Stimmt die Lageranordnung vom Korb? Ich wollte den usprünglich Spielfrei-Fest-Los lagern bzw. mit angestellter Lagerung.
    Hatte aber keinen Platz mehr.
    Außerdem fehlt glaub ich eine Öldurchgangsbohrung. Könnte man die auch wie eine Ölrücklaufnut gestalten?


    Eine allgemeine Frage: Mir hat mal jemand gesagt, dass man Lamellenkupplungen immer Flankenzentriert macht. Kann man das so sagen? Irgendwie machts ja auch Sinn, weil wohl leichte Stöße darin auftreten.


    lg

  • Zitat

    verbaut man diese Dichtung wie den Lamellendichtring? Also mit Aufzugsschräge etc.
    Hab im Niemann-Winter-Höhn was gelesen von einem X-Ring - den hätte ich jetzt mal für meine Konstruktion gewählt und eingesetzt wie einen O-Ring mit Fase am Gleitlager.


    Google sagt für den X-Ring: ja
    Für die U-Dichtung-hätte ich das jetzt einfach auch mal gemacht...


    Zitat

    Stimmt die Lageranordnung vom Korb? Ich wollte den usprünglich Spielfrei-Fest-Los lagern bzw. mit angestellter Lagerung.


    Ich glaube die Lagerung passt - spielfrei Fest-Los is ja nich nötig, da keine axialkräfte in den Korb geleitet werden.


    Zitat

    Außerdem fehlt glaub ich eine Öldurchgangsbohrung. Könnte man die auch wie eine Ölrücklaufnut gestalten?


    Ja hauptsache es fließt Öl durch.


    Zitat

    Eine allgemeine Frage: Mir hat mal jemand gesagt, dass man Lamellenkupplungen immer Flankenzentriert macht. Kann man das so sagen? Irgendwie machts ja auch Sinn, weil wohl leichte Stöße darin auftreten.


    Glaub schon :huh:


    zur Zeichnung:
    1.
    erstmal gute Zeichnung - :thumbup:
    -ich glaube mir hat mal jemand gesagt, dass man Spielfrei-Fest-Los-Lagerung nur mit X-Anordnng macht, da man sonst "drei" Lagerpunkte bekommt...
    - dein Bolzen verlässt sich auf eine ungültige Symetrie
    - Hinterschneidung hinter den Lamellen
    - Fräser hat 40-50mm Durchmesser -> mehr Fräserauslauf
    - Bohrungen und Schrauben mit gestrichelter Linie zeichnen
    - im Zweifel den Ölstand lieber zu hoch als zu tief!
    2.Zeichnung - stimmt die is schwer
    - Bohrungen und Schrauben mit gestrichelter Linie zeichnen
    - keine Ahnung wo aber da muss glaub auch ne Öldurchlassbohrung rein
    - ich denk bei der einen Hydraulikdings bist du nichmehr fertig geworden? Kraftübertragung zu den Lamellen fehlt...
    - die Bearbeitungsflächen müssen immer deutlich gekennzeichnet sein
    - und Bearbeitungsflächen so kurz wie möglich
    - die doppelten Schrägkugellager brauchen an der einen Stelle ne Passcheibe und oben Luft
    - gut: dran gedacht dass da die Kraft ins Gehäuse muss
    - Das rechts obere Lager sitz in einer Hinterschneidung
    - zwei Deckel verschrauben is nicht gern gesehen aber zwei verschiedene Deckel überlappen lassen geht einfach nicht...
    -> ein Guss
    - bei der Dichtung darf man ruhig das Gehäse bearbeiten... -> ein Guss
    - der Fräserauslauf hat manchmal auch konstruktive Konsequenzen... - Fräser mit min 40-50 mm Durchmesser
    - die ausgezeichnete Schraube mit Sacklochbohrung fehlt...
    - und ich weiß nich: vllt is des nur die Sichtkante die da auf der Sonne schleift ?



    Viel Erfolg morgen! :thumbsup:

  • Servus!


    Ich möchte gern mal wieder diesen Channel aufleben lassen, da ja während Corona ggfs. nicht immer die Möglichkeit gegeben ist, sich in Kleingruppen zu treffen und auszutauschen.


    Aus diesem Grund stelle ich mal meine erste Konstruktionszeichnung aus dem WS17/18 bereit. Der Zeitaufwand lag ungefähr bei 3h - ich hoffe, dass es bald schneller geht:D


    Über sinnvolle Kritik danke ich Euch schon im Voraus! Gleichzeitig freue ich mich sehr, wenn noch weitere Zeichnungen von Euch im Laufe der kommenden Zeit in diesen Channel gestellt werden, um schließlich eine Win-Win-Situation für alle Teilnehmenden herzustellen!

  • - Bei der Gewinde vom Tellerrad musst du mehr Material drauf haben, sonst wird das direkt in die Welle geschnitten. Kann Punktabzug geben

    - Dein Gehäuse ist so nicht fertigbar. Bei einem Gussteil muss man alle Kerne entnehmen können, das geht bei dir nicht. Du müsstest es zwischendrin nochmal unterteilen.

    - Deine zwei Auflager fürs Kugellager an der Sonne sind nicht gut. Eine Seite muss "glatt" sein, damit man das Lager auch wirklcih reinstecken kann.

    - Fräserausläufe zu kurz

    - Der Außenring vom Kugellager ganz rechts ist weird.

    - Zentrier deine Deckel mal lieber über eine Zentierung und nicht mit diesen Passstiften. Das ist weniger Aufwand beim Zeichnen.

    - Die Symmetrie unten am Gehäuse ist glaub ich ungültig. Das müssest du auszeichnen.

    - Die bearbeitete Fläche bei der Auslassschraube ist nicht ganz deutlich, genauso wie bei den Schrauben an den Füßen.

    - Die eine Schraube vom Fuß kann man nicht gut festziehen. Mach die lieber so, dass die gut zugänglich ist.

    - Ölstand fehtl



    Das ist jetzt nur mal, was ich auf die schnelle sehe. Die Funktion kann ich nicht bewerten, ich kenne die Aufgabenstellung jetzt nicht. Insgesamt aber schon eine ziemlich gute Zeichnung! Da hab ich während meiner Hiwi-Zeit deutlich schlimmere gesehen^^